
Mit der EUFETS GmbH stand eines der zukunftsträchtigsten Unternehmen der Region im Interesse des SPD-Bundestagskandidaten Dr. Joe Weingarten. Gemeinsam mit seiner Frau Doro, Bürgermeister Friedrich Marx sowie den SPD-Vertretern Elisabeth Jost und Jupp Mähringer stattete er dem Unternehmen in der Vollmersbachstraße einen Info-Besuch ab. Die beiden Geschäftsführer Dr. Klaus Kühlcke und Dr. Stephan Müller schilderten ausführlich die mittlerweile 20-jährige Historie und die stetige Weiterentwicklung des Unternehmens. Ursprünglich von Prof. Dr. Dr. Fauser und der Stefan-Morsch-Stiftung gegründet, begannen hier 20 Mitarbeiter mit der Entwicklung von Gentherapiekonzepten gegen Erbkrankheiten und Krebs. Heute sind es 120 Mitarbeiter mit dem Ausblick auf weitere Betriebsvergrößerung.
EUFETS ist aktuell Auftragshersteller für Zell- und Gentherapie, Kunden sind Universitäten, Biotech- und Pharmazieunternehmen. Sie entwickeln Prozesse und stellen neuartige Medikamente für klinische Studien und die Anwendung an Patienten her. Detailliert erläuterte Geschäftsführer Kühlcke die Anwendungsmöglichkeiten der Gentherapie und deren Einsatzbereiche bei erblich bedingten Immunschwächen, bei bestimmten Formen der Leukämie und anderen Krebsbehandlungen. Gerade, weil Krebserkrankungen sehr individuell verlaufen, liegen in der gengestützten Therapie große Chancen.
Weingarten zeigte sich „außerordentlich beeindruckt“ von den Möglichkeiten und den schon bisher erzielten Erfolgen der Gentherapie. Er verwies aus politischer Sicht auf den Widerspruch zwischen den enorm verbesserten Heilungschancen schwieriger Erkrankungen durch die individuelle Gentherapie und dem im ländlichen Raum drohenden Hausärztemangel: „Wir brauchen die Hausärzte. Denn die richtige Behandlung setzt voraus, dass die Krankheit rechtzeitig und kompetent erkannt und eine spezielle Behandlung verordnet wird“.
Bürgermeister Marx erfragte die Vereinbarkeit mit Chemo- und Strahlentherapie. Müller stellte dazu fest, dass EUFETS auf Zell- und Immuntherapie setzt, da hier die Zukunft in der Behandlung, insb. von Krebserkrankungen gesehen würde. Auf den Patienten zugeschnittene Immuntherapien wirken gezielter und haben weniger Nebenwirkungen. Erfreut nahmen die SPD-Vertreter die Nachricht entgegen, dass eine deutliche Ausweitung der Arbeit und der Beschäftigtenzahlen bei EUFETS erwartet wird. „Diese Investition ist ein gutes Zeichen für Idar-Oberstein und die Region“, so Weingarten. Zur notwendigen Expansion hatte das Unternehmen vor kurzem ein Nachbargrundstück erworben. Weingarten bot an, das Unternehmen bei der Personalvermittlung zu unterstützen. Gesucht werden neben Wissenschaftlern vor allem Laboranten und Technische Assistenten. Bürgermeister Marx sah hier die Chance für benachbarte Schulen, entsprechende Fachausbildungsklassen anzubieten.
Seit 2009 gehört EUFETS zur BioNTech AG in Mainz, dem größten nicht börsennotierten Biopharmazieunternehmen in Europa, weshalb die Geschäftsführer den Betrieb für die Zukunft sehr gut aufgestellt sehen. Weingarten konstatierte abschließend: „Hier passiert etwas Entscheidendes für die Gesundheit vieler Menschen weltweit. Das ist einer der Leuchttürme der medizinischen Forschung und Entwicklung in Rheinland-Pfalz. Was hier passiert kann das Schicksal vieler Menschen positiv verändern.“
