Die Jusos Idar-Oberstein haben zusammen mit der SPD-Stadtbezirksgruppe Idar die aktuelle Diskussion um die Probleme des Stadtteils Idar genutzt, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.
Fragebogenaktion in Idar stieß auf gute Resonanz unter der Bevölkerung
Aktuell
In der Fußgängerzone errichteten sie einen Infostand und verteilten Fragebögen an Geschäftsleute und Anwohner sowie interessierte Passanten. Das von den Bürgern am häufigsten aufgegriffene Thema war der Vandalismus in der Fußgängerzone Idar.

Stadtratsmitglied Rainer Haspel hatte den Jusos seinen selbst hergestellten SPD-Infostand zur Verfügung gestellt und widmete sich am Infostand persönlich den Sorgen und Anregungen der Bürger.
„Als Jusos beobachten wir den pauschalen Vorwurf, in Idar-Oberstein herrsche eine hohe Jugendkriminalität, sehr kritisch. Eine pauschale Abstempelung von Jugendlichen ist eine falsche Politik. Vielmehr muss man die Probleme der Jugend in Idar hinterfragen und sich um Lösungen bemühen. Gleichzeitig muss man die Anwohner und Geschäftsleute, die unter Vandalismus in Idar leiden, ernst nehmen und darf Vandalismus nicht bagatellisieren. Um die Probleme in Idar wirkungsvoll anzugehen, benötigen wir ein objektives Bild der Lage. Dies wird uns die Auswertung des Fragebogens geben,“ erklärte Marco Loch, der Sprecher der Jusos.

Der von den Jusos und der SPD Idar entwickelte Fragebogen gibt den Betroffenen die Möglichkeit, genau niederzuschreiben, was sie in Idar erlebt haben. Jeder konnte, wenn er wollte, anonym oder mit Nennung seines Namens festhalten, welche Vorfälle er wo beobachtet hatte oder welche Folgen eingetreten waren.
„Wichtig war uns dabei vor allem, dass die Bürger möglichst frei ihre individuellen Probleme niederschreiben konnten, damit wir uns ein umfangreiches Bild über ihre Sorgen machen können,“ erklärte Juso-Mitglied Matthias Schorn. Die Resonanz war sehr gut. Viele Bürger waren gekommen, um den Sozialdemokraten ihre Sicht der Probleme darzulegen. „Die Menschen waren froh, dass nicht über sie diskutiert wurde, sondern dass jemand mit ihnen über ihre Probleme sprach,“ berichtete der seit 2 Jahren bei den Jusos aktive Daniel Jerusalem.

Auf Grund der positiven Rückmeldung aus der Bevölkerung wird die Idar-Obersteiner SPD in Zusammenarbeit mit den Jusos öfter Fragebogenaktionen zu städtischen Problemen durchführen. „Wir werden in den nächsten Tagen noch weitere Fragebögen zur Situation in Idar verteilen und zur Auswertung einsammeln. Danach legen wir die Fragebögen der Stadtverwaltung vor,“ erklärte Willi Inboden, der Sprecher der SPD in Idar.
Doch nicht nur der Vandalismus und Probleme von Jugendlichen waren Thema am SPD-Infostand. Die Bürger nutzten auch die Gelegenheit, über andere grundsätzliche Themen zu sprechen. Vor allem der Mindestlohn stand im Brennpunkt, der vor allem von AfA-Aktiven der SPD gefordert wird (Arbeitskreis für Arbeitnehmerfragen). Die Bürger suchten das Gespräch mit Dr. Rainer Luthmann, dem Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, und dem Beigeordneten des Kreises Birkenfeld, Walter Ritter. „Wir sind als Stadtratsfraktion immer bereit, den Problemen der Bürger Gehör zu schenken,“ erklärte Dr. Rainer Luthmann und machte deutlich, dass der Einsatz für das Bürgerwohl bei der SPD an erster Stelle steht.

