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Gespräch mit Hüseyin Yakar,

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Mitinhaber des DÖNER-PIZZA-HAUS „DILAN“ im Stadtteil Weierbach, Kandidat zur Stadtratswahl 2014, Listenplatz 24

 

Hallo Hüseyin, du wohnst im Stadtteil Weierbach und betreibst hier das Döner-Pizzahaus „DILAN“.

Stelle dich doch einmal kurz unseren Leserinnen und Lesern vor.

 

Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Geboren bin ich in der Türkei. Nach meinem Schulabschluss habe ich Koch gelernt. Vor 14 Jahren bin ich dann nach Deutschland gezogen. Seit 8 Jahren wohne ich in Weierbach.

 

Was hat dich dazu bewegt ein Geschäft hier in Weierbach zu eröffnen und fühlst du dich hier eigentlich voll aufgenommen?

 

Zuerst war ich in Hamburg berufstätig. Mein Schwager hat in der Nähe von Idar-Oberstein ein Geschäft. Da ich mich selbständig machen wollte, hat er sich wegen einer geeigneten Immobilie umgesehen. Hier in Weierbach wurde er fündig. Anfänglich habe ich das Geschäft mit Wohnhaus gemietet. Da das Geschäft gut läuft und ich mich wohl in Weierbach fühle, habe ich es gekauft.

Als Geschäftsmann und Bürger ist es für mich und meine Familie selbstverständlich, uns in die Gemeinschaft einzubringen.

Ich selbst bin in verschiedenen Vereinen Mitglied und darüber hinaus auch als Sponsor tätig.

Berührungsängste habe ich keine und fühle mich voll akzeptiert und integriert.

 

Du hast die deutsche Staatsbürgerschaft. Wie kam es dazu?

 

Ich besitze die deutsche Staatsbürgerschaft seit 2003.

Leider war damals die Beantragung einer doppelten Staatsbürgerschaft für mich als geborener Türke nicht möglich. Ich hoffe, dass dies bald aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung verwirklicht wird.

Ich habe mich damals nach reiflicher Überlegung, letztendlich aber bewusst, für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden, da ich hier lebe und mich auch mit diesem Land identifiziere.

Meine Herkunft habe ich jedoch nicht vergessen.

 

Kannst du ausländischen Mitbürgern Tipps geben, wie man Hemmschwellen, Berührungsängste bzw. Vorurteile gegenüber ihnen abbaut?

 

Das wichtigste ist definitiv die deutsche Sprache zu erlernen.

Auch sollte man sich nicht nach außen hin abschotten, Interesse für die deutsche Kultur bekunden und offen für Neues sein. Nur so ist eine soziale Einbindung und Akzeptanz möglich.

 

Du bist seit 2009 Mitglied der SPD und engagierst dich in der Stadtbezirksgruppe Weierbach.

Warum kandidierst du für den Stadtrat?

 

Mich hat seinerzeit die Politik des Kanzlers Schröder beeindruckt. Dadurch kam ich zur Sozialdemokratie und will mich auch politisch engagieren..

Wenn ich gewählt werde, würde ich gerne die Integration ausländischer Mitbürger begleiten.

Da ich neben Deutsch, Türkisch sowie Kurdisch auch recht gut Englisch spreche, kann ich diesen bei dem Umgang mit Behörden Ängste nehmen und zur Verständigung beitragen.

 

Wir danken dir für das Gespräch und drücken dir für die bevorstehende Kommunalwahl die Daumen.

 

 

 

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