Vor dem Mehrgenerationenhaus Idar-Oberstein fand zum zweiten Mal das Café Courage statt, das gemeinsam vom Stadtjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Idar-Oberstein und den Jusos angeboten wurde.
Idar-Oberstein Bürger zeigten Zivilcourage gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
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Dabei gab es Kaffee und Kuchen für die Bevölkerung sowie Saft und Luftballons für die Kinder. An einem Informationsstand wurden umfangreiche Materialien zum Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit angeboten. Schirmherr der diesmaligen Veranstaltung war Landrat Axel Redmer.

Unterstützt wurde die AWO-Jugend bei Vorbereitung und Durchführung vom Kreisvorsitzenden Helmut Schreiner und Kreisvorstandsmitglied Sonja Redmer. Auch Anne Sinclair vom Schalomverein beteiligte sich mit Gesprächen und Informationsmaterialien an der Aktion.
Die zweite Vorsitzende der AWO-Jugend, Eva Lorenz, bedankte sich bei Helmut Becker, dem 82-jährigen Idar-Obersteiner, der im Dritten Reich in ein Jugend-KZ inhaftiert wurde und den interessierten Besuchern des Café Courage seine leidvolle Geschichte erzählte. Auch bei Landrat Redmer bedankte sich Lorenz, insbesondere dafür, dass er in der Vergangenheit in Büchern und wissenschaftlichen Abhandlungen die Geschichte des Nationalsozialismus im Kreis Birkenfeld umfangreich aufgearbeitet und so dazu beigetragen habe, dass dieses Kapitel der Geschichte nicht der Vergessenheit anheim fällt.

Axel Redmer fand es ermutigend, dass vor allem junge Menschen Interesse an Gesprächen und Materialien zeigten und so über die Gefahren von Fremdenhass und Rechtsextremismus informiert seien.
Die beiden Hauptorganisatoren der Jusos, Matthias Schorn und Daniel Jerusalem, waren erfreut über den Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Noss und des Beigeordneten der Stadt Idar-Oberstein, Friedrich Marx. Sie würdigten dabei, dass sowohl Landrat Redmer als auch Noss und Marx sich dafür einsetzen, dass rechtsextreme Parteien im Landkreis keine funktionsfähigen Strukturen aufbauen können. SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jupp Mähringer und Vertreter des SPD-Stadtverbandsvorstandes sowie zahlreiche SPD-Stadtratsmitglieder waren ebenfalls gekommen. Mähringer unterstrich, dass es wichtig sei, sich dieses Themas anzunehmen, und sagte weitere Unterstützung zu.
Der Vorsitzende des AWO-Stadtjugendwerks, Marco Loch, freute sich über die große Resonanz der Bevölkerung: “Wir sind über die Bereitschaft der Idar-Obersteiner, Zivilcourage zu zeigen, sehr froh. Deshalb werden wir mit weiteren Aktionen und Kooperationspartnern deutlich machen, dass Idar-Oberstein eine weltoffene Stadt ist, die weder Fremdenfeindlichkeit noch Rechtsextremismus haben möchte.“ Als nächstes plant die AWO-Jugend Idar-Oberstein ein Gedenkprojekt am jüdischen Friedhof Idar-Oberstein.

