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Kinder und Jugendliche sind Hauptbetroffene.

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SPD-Fraktion zur Schließung des Juwel Kinos

Das Juwel Kino wird zum Ende des Monats August definitiv geschlossen. Diese Nachricht hat stadtweit für neuen Diskussionsstoff gesorgt.

Die Hauptbetroffenen sind nach Meinung der SPD-Fraktion Kinder und Jugendliche, die sich ihren Wunsch nach einem Kinobesuch in der Stadt nun nicht mehr erfüllen können und ohne Führerschein auf eine Mitfahrgelegenheit ins 25 km entfernte Neubrücke angewiesen sind. Aber auch für Filmliebhaber wird die Stadt um ein Stück Filmkultur ärmer.
Dr. Rainer Luthmann
Es sei schwer zu verstehen, dass nach Eröffnung des Movietown Neubrücke rund 70.000 Besuchern der damals noch beiden Filmtheater in der Stadt vom einen auf das andere Jahr die Lust am Kinobesuch vergangen sein solle, zweifelt der Fraktionsvorsitzende Dr. Luthmann etwas an der Statistik des Kinobetreibers. Er glaubt vielmehr, dass dieser drastische Besucherrückgang doch zumindest zum großen Teil auf die vom Kinobetreiber selbst geschaffene Konkurrenz in Form des Movietown verursacht werde.

Josef Mähringer
„Wir wollen jetzt zumindest mithelfen, dass der Filmbesuch auch in Zukunft Teil des städtischen Kulturlebens bleibt“, so der SPD Stadtverbands- und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Josef Mähringer, der aber realistisch genug ist zu erkennen, dass die Politik, die zwar in letzter Zeit zunehmend für fast alles in die Verantwortung genommen wird, es alleine nicht richten kann.

Julia Theresa Luthmann
„Hier sind alle gefordert, die ein Interesse an Kino in der Stadt haben“, glaubt auch Julia Luthmann als jüngstes Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion. Vorstellen könne man sich als Übergangslösung die Organisation eines wöchentlichen Filmtages z.B. durch das Jugendamt oder einen „Förderverein“. Dazu müssten aber die offen stehenden Fragen des Brandschutzes geklärt und mit dem Besitzer Einvernehmen erzielt werden.

Auch für jede weitere neue Idee müsse man offen sein, denn leicht werde es sicher nicht, einen neuen Betreiber zu finden, so die allgemeine Fraktionsmeinung. Letztlich könne die Verwaltung auch überregional nach einem Investor Ausschau halten und ihm eines der noch zu vergebenden Grundstücke im Gewerbepark Nahetal anbieten. “Warum sollte bei uns nicht möglich sein, was in anderen Städten gleicher Größenordnung auch möglich ist”, gibt sich der Fraktionschef Dr. Luthmann optimistisch.