Die SPD-Stadtbezirksgruppen Oberstein und Idar erkannten die Gunst der Stunde und trafen sich mit dem neuen Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, Christian Friedel.
Neuer Stadtmarketinggeschäftsführer zu Gast bei der SPD
Aktuell
Mit Hans Peter Wenzel, dem Amtsleiter des Stadtentwicklungsamtes stand ein weiterer kompetenter Gesprächspartner in der Gaststätte Kammerhof zur Verfügung.
Zunächst stellte der 31-jährige Leipziger, mittlerweile in Idar-Oberstein wohnend, seinen Ausbildungsgang und die bisherigen Verwendungen vor. Als einen Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit bezeichnete er die Steigerung der Attraktivität und damit der Passantenfrequenz in den Zentren. Die Sehenswürdigkeiten sollten nach seiner Vorstellung ganzjährig geöffnet sein und das „wir-Gefühl“ gestärkt werden. Wenzel pflichtete bei, dass man sich an den positiven Merkmalen, z. B. Gutachten von Dr. Accocella orientieren wird. Optimistisch für die Zukunft stimmt ihn die sehr hohe Kennziffer für Zentralität. Die Zentralitätskennziffer ist die Meßlatte für den Zufluss der Kaufkraft des Umlandes nach Idar-Oberstein. Schließlich sieht er unsere Stadt zum bedeutendsten Zentrum an der Oberen Nahe aufwachsen, was seitens des Bundes durch Kennzahlen bestätigt wird. Dabei wird Herr Friedel die Funktion eines Netzwerkers einnehmen und die Interessen aller Betroffenen koordinieren.
In der anschließenden Diskussion erfolgten zahlreiche Argumente, Fragen sowie Antworten. Elisabeth Jost berichtete von der geplanten Teilöffnung der Fußgängerzone in Simmern mit Abstellflächen für Pkw’s und einem guten Sortiment in kleinen Läden. Jupp Mähringer schlug Rabattaktionen in Museen/Gaststätten vor, in erster Linie zur Anziehung der Stadtbevölkerung. Friedel wies hier auf den möglichen Einsatz eines Kupon-/Gutscheinsystems hin. Stefan Worst, Ilonka Hagner und Arno Bohrer sprachen sich für mehr Belebung vor allem im oberen Bereich der Obersteiner Fußgängerzone aus. Willi Inboden lobte die Einrichtung des Runden Tisches in Idar zur Lösungsfindung infrastruktureller Probleme, während Dieter Späth eine zu geringe Anzahl von Schmuckgeschäften in der Idarer Fußgängerzone bedauerte. Er forderte zudem die Aufhebung der Beschränkung, dass nur Nutzer des Börsenparkhauses die dort befindliche Toilettenanlage nutzen dürfen. Rainer Haspel und Kreisbeigeordneter Walter Ritter wünschten für die Obersteiner Fußgängerzone eine intensivere Beleuchtung, in erster Linie im Rampengebäude. Karin Mähringer und Daniel Marx vermissen große Textilfilialisten, von deren Anwesenheit bekanntlich auch kleine Einzelhändler profitieren könnten. Dazu nannte Wenzel die Minimalforderung der Filialisten von 7 m breiten Schaufensterfronten, was einen Umbau bzw. eine Zusammenlegung von Geschäften durch deren Eigentümer nötig machen würde. Hans-Walter Schmidt führte an, dass mit Beginn der guten Wetterperiode viele Radtouristen unterwegs sind und u.a. am Marktplatz rasten. Im Weiteren unterbreiteten die SPD’ler den Vorschlag, auf dem Fußgängerüberweg vom Rampengebäude zur Wasenstr. eine Aussichts-/Fotografierplattform mit Schautafeln am Geländer einzurichten.
Nach einem großen Lob an die Adresse der Interessengemeinschaft des Einzelhandels für die vorbildliche Ausstellung des einzigartigen Schmuck- und Edelsteinosternestes am Kirchplatz regte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jupp Mähringer weitere Treffen mit den Stadtentwicklern an, die spontan zusagten.
