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SPD-Stadtbezirksgruppe Oberstein besucht Ev. Kindertagesstätte Austrasse

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Mitglieder der SPD-Stadtbezirksgruppe Oberstein informierten sich in der Ev. Kindertagesstätte Austrasse, wo in diesem Sommer das 100-jährige Bestehen (!) gefeiert wurde. Leiterin Stefanie Jung berichtete zur sozialen Struktur und Konzeption der Einrichtung. Insgesamt 50 Plätze sind verfügbar, zurzeit 70 % mit Migrationshintergrund. Weiterer Bedarf ist vorhanden, da 28 Kinder vorangemeldet wurden, davon 27 U3-Kinder. Schon aufgrund von Sprachproblemen sieht die Leiterin einen erhöhten Erzieheraufwand. Pfarrerin Zimmer-Schuch spricht deshalb von einem Kindergarten im Brennpunkt, dem mehr Platz für die ganztägliche Erziehung zugeordnet werden sollte. Das betrifft nicht nur den Innenbereich: Der Spielraum vor dem Gebäude ist ebenfalls zu eng und erlaubt das sinnvolle Spielen an frischer Luft jeweils nur für eine geringe Anzahl der Kinder. Kerstin Schneider, Geschäftsführerin VEKIO (Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Idar-Oberstein) und Sabine Dalheimer-Mayer (Fachberaterin für Kitas in den Kirchenkreisen Obere Nahe, Simmern-Trarbach und Trier) zeigten die Unterstützung durch VEKIO und weiterer Patenschaftsfonds auf. Pfarrerin Zimmer-Schuch erläuterte schließlich ihr bereits Anfang des Jahres angekündigtes Projekt: Demnach soll der Kindergarten in die Christuskirche verlegt werden, wo größere Räumlichkeiten für mehr Kinder zur Verfügung stehen. Auch der Außenbereich bietet für einen Spielplatz mehr Raum als bisher. Gleichzeitig soll nach ihrer Vorstellung das Mehrgenerationenhaus (MGH) und damit auch die Trägerschaft durch die Kirchengemeinde übernommen werden. Es sind Verknüpfungen von Leistungen damit verbunden, wie Essenslieferung für alle. Finanziell zu trennen wären Fördermittel für mögliche U2-Kita-Gruppen bzw. für das MGH (zurzeit nur noch für ein Jahr). Für eine nachhaltige Förderung des Projektes sollten die politischen Vertreter mit längerfristigen Zusagen sorgen.

Bei der anschließenden Begehung des Gebäudes überzeugten sich die SPD-Mitglieder vom Zustand der Räumlichkeiten und sinnvollem, altersgerechtem Erziehungsmaterial. Nachvollziehbar ist der Wille der Kita-Führung zum Umzug in einen weiträumigeren Komplex. Nach insgesamt zwei Stunden dankte SPD-Stadtbezirksvorsitzender Jupp Mähringer im Name der SPD-Gruppe für die aufschluss-reiche Veranstaltung. Die Besucher waren sich einig, dass auch in diesem Kita sehr gute Arbeit geleistet wird für die Entwicklung unseres Nachwuchses.