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SPD-Stadtbezirksgruppe Oberstein besucht KITA Pusteblume auf der Struth

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Acht Mitglieder der SPD-Stadtbezirksgruppe Oberstein informierten sich nach erfolgten Erweiterungsbauten nach dem aktuellen Sachstand im KITA Pusteblume auf der Struth. Leiterin Sybille Schmidt, seit 1986 in dieser Funktion aktiv, berichtete eindrucksvoll mit zahlreichen Beispielen vom Wandel des ehemaligen Kindergarten Struth hin zum aktuellen „schönen Haus“. Früher wurden hier zwei Gruppen mit je 25 Kindern von vier Erzieherinnen betreut. Als dann die „unter Dreijährigen“ aufzunehmen waren, kam eine Erzieherin hinzu. Heute existieren vier Gruppen, und zwar 33 Kinder Ü 3 (ein halbes bis drei Jahre alt), sowie 27 Kinder U 3 (zwischen ein und sechs Jahren alt). Ein Aufnehmen neuer Kinder ist möglich. Es ist ein durchgehendes Verfahren, oftmals mit Begleitung der Eltern, das mittlerweile für Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet zutrifft (ehedem nur aus dem Einzugsbereich Struth), wie Gemeindepfarrerin Zimmer-Schuch feststellt. Heute leisten die Erzieherinnen eine andere Arbeit, auch die Räumlichkeiten sind andere. Und so erfolgte der Umbau, um Krippegruppe und Ganztagsplätze einzurichten. Kerstin Schneider, Geschäftsführerin VEKIO (Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Idar-Oberstein), rechtfertigte die Notwendigkeit des Umbaus auch wegen des Rechtsanspruches der Einjährigen. Aufgrund dessen entsteht zudem ein höherer Anspruch bezüglich Betreuung durch Erzieher, weshalb Mitarbeiter nachqualifiziert werden. Für Pfarrer Rüdiger Kindermann, VEKIO-Vorstand, ist das Vermitteln von christlichen und allgemeinen Werten ein Schwerpunkt in der Erziehungsarbeit. Pfarrerin Zimmer-Schuch betont zudem einen intensiven, täglichen Austausch mit Eltern. Laut ihrer Meinung ist der Unterricht für viele Kinder die schönste Zeit am Tag. SPD-Mitglied Gernot Büschler sieht die KITA-Arbeit in der Öffentlichkeit zu wenig beachtet. Stefan Worst hinterfragt den Aufwand der Dokumentationspflicht, den die Leiterin Schmidt als nicht so engmaschig bezeichnet. Zu eventuellen Spannungen von Eltern aufgrund unterschiedlicher Konfessionen kann Frau Schneider dem SPD’ler Thorsten Hosser eine positive Antwort erteilen und Entwarnung geben, sogar Konfessionslose werden aufgenommen. Das Angebot der KITA ist jedoch noch weitreichender, wie Frau Dalheimer-Mayer als Beauftragte für alle evangelischen Kindergärten im Kirchenkreis, darstellt: es werden Kalender mit Festtagen unterschiedlicher Religionen ausgehändigt und zudem ein Grundkurs Theologie angeboten, was Gernot Büschler als eine Ausübung von Toleranz wahrnimmt.

Nachdem Leiterin Schmidt hervorhebt, dass zuletzt mehrere Familien zur Struth umgezogen sind, sind sich alle einig, dass wohl die Einrichtungen der KITA und der benachbarten Grundschule Oberstein der Grund dafür sind. Viele Eltern geben ihre Kinder nacheinander in beiden Gebäuden morgens ab. Und der Spielplatz an der Grundschule ist ebenso ein Elterntreffpunkt. Bemängelt wird allerdings das Fehlen von Jugendräumen vergleichbar dem JAM in Idar, was die SPD dem zuständigen Dezernenten, Bürgermeister Frühauf, bereits vorgetragen hatte.

Bei der anschließenden Begehung des Gebäudes überzeugten sich die SPD-Mitglieder vom Bestand zweckmäßiger Räumlichkeiten und sinnvollem, altersgerechtem Erziehungsmaterial. Zu ergänzen sind teilweise noch Sonnenschutz an Fenstern, Schallschutz in bestimmten Räumen, sowie ein Spielplatz im oberen Außengelände. Nach insgesamt zwei Stunden dankte SPD-Stadtbezirksvorsitzender Jupp Mähringer im Name der SPD-Gruppe für die aufschluss-reiche Veranstaltung. Die Besucher waren sich einig, dass hier entscheidende Arbeit geleistet wird für die Entwicklung unseres Nachwuchses.