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SPD-Stadtverband besucht Mehrgenerationenhaus

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Einen Informationsbesuch statteten Mitglieder des SPD-Stadtverbandes der sozialen Einrichtung „Mehrgenerationenhaus“ (MGH) ab, wo ihr Vorsitzender Jupp Mähringer gleich zu Beginn den Hintergrund erläuterte. Das Projekt zur Förderung des Mehrgenerationenhauses läuft zum Ende dieses Jahres aus. In ihrer Rede zur Haushaltsberatung 2014 forderte Fraktionsvorsitzende Julia Luthmann von dem zuständigen Dezernenten, Bürgermeister Frühauf, „die Vorlage eines Konzeptes oder eine Stellungnahme zu Möglichkeiten der Weiterführung. Hat die Kirche oder ein sonstiger sozialer Verband Interesse an der Übernahme angeboten? Ohne das Sponsoring eines Dritten wird man die Einrichtungen zum Jahresende verlieren, denn in städtischen Haushalt sind leider keine verfügbaren Mittel erkennbar, welche dieses Projekt alleine finanzieren könnten.“
Wolfgang Schlie, zuständiger Koordinator des Hauses, stellte zunächst die Entstehungsgeschichte detailliert dar. Mit dem im Jahre 1999 ins Leben gerufenen Modellprojekt „Haus der Beratung“ war es nicht gelungen, das Angebot in die Breite zu tragen. Eine bis dato nicht vorhandene Familienberatung sollte mit der Idee „Haus der Familie“ gerade zu der Zeit umgesetzt werden, als das Bundesprojekt „Mehrgenerationenhaus“ hier im Oktober 2007 einsetzte.
Nachdem nun die Große Koalition in Berlin in ihrem Vertrag die Weiterführung sozialer Einrichtungen nach Benehmen mit Land und Kommune vorsieht, erwartet Schlie aber erst zur Mitte nächsten Jahres eine entsprechende Umsetzung. Das wäre zu spät, da nach jetzigem Stand der Trägerverein im März den Mietvertrag mit der Evang. Kirche zum Ende des Jahres kündigen wird aufgrund fehlender Bundesmittel in Höhe von 30.000,- €.
Einen wichtigen Aufschwung erlebte die Institution mit dem Dienstantritt von Frau Franzmann (laut Schlie „Glücksfall“) vor zwei Jahren als Leiterin vor Ort. Als Leistungen mit Netzwerkansätzen führte sie den „sozialen Mittagstisch“ (50 Personen/Tag), die Arbeit mit junge Straffälligen und Suchtkranken, Obdachlosenhilfe, Nachbarschaftshilfe sowie Resozialisierung an.
„Hausherrin“ (da MGH im Gebäude der Christuskirche) Pfarrerin Zimmer-Schuch erkannte eine wichtige Funktion des MGH als zentrale Stätte in der Obersteiner Fußgängerzone und Treffpunkt älterer Menschen. Am Ende ihrer umfassenden Ausführungen überraschte sie die Anwesenden mit einem Vorschlag: Sie wird Bürgermeister Frühauf ein Konzept vorlegen zur Weiterführung des MGH. Seitens der Kirchengemeinde besteht ein Interesse an Zusammenarbeit unter einem Dach. So könnte eine weitere Gruppe hier aufgenommen werden, nämlich Migranten. Denkbar wäre eine Mutter-/Kind-Gruppe mit Deutschkurs.
Die SPD-Mitglieder zeigten sich sehr zufrieden mit Verlauf und Ergebnis dieses Treffens. Insbesondere Beigeordneter Friedrich Marx, Elisabeth Jost, Horst Hotschicke, Hans-Walter Schmidt, Stefan Worst, Jörg Petry sowie Bernd Peter hatten mit zahlreichen Redebeiträgen und konstruktiven Vorschlägen Anteil am Gelingen der Aktion.