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SPD-Stadtverband Idar-Oberstein informiert sich im Stadenbad

Aktuell

Insgesamt 25 Mitglieder/-innen des  SPD Stadtverbandes Idar-Oberstein nahmen die Gelegenheit zu einem Informationsbesuch im Stadenbad wahr, und zwar noch vor der offiziellen Eröffnung der diesjährigen Badesaison. Im Jahre 2005 hatte sich der Idar-Obersteiner Stadtrat mit großer Mehrheit für die Errichtung eines Naturbades in Tiefenstein entschieden. Ein konventionelles, beheiztes Freibad als Alternativvorschlag erschien seinerzeit nicht so charmant und fand keine Mehrheit. Bereits kurz nach der Fertigstellung und Einweihung im Jahre 2006 gab es Probleme mit der Sichttiefe im Nichtschwimmerbecken und der Badewasserqualität durch den Keim Pseudomonas Aeruginosa. Im Jahr 2007 traten die Probleme verstärkt auf und führten im Juli 2008 zur Schließung des Bades. Um den Problemen auf den Grund zu gehen wurden eine ganze Reihe von Gutachtern und Experten eingeschaltet und letztendlich nahmen die Stadtwerke auch juristische Hilfe von Herrn Dr. Oliver Conradt in Anspruch, der durch geschickte Verhandlung Schadensersatz durchsetzte. Im Jahr 2011 wurden die geplanten Sanierungsarbeiten vom Stadtrat und Stadtwerksausschuß genehmigt und umgesetzt. Am 26.05.2012 öffnete das sanierte Bad seine Pforten und funktionierte reibungslos bis zum Saisonende am 21.09.2012.
Der zuständige Dezernent und Werkleiter Friedrich Marx erläuterte die durchgeführten Sanierungsarbeiten vor Ort. Nachdem der Sommer 2012 nur wenige heiße Tage hatte, steht dem Bad der Härtetest mit langanhaltenden hohen Temperaturen und vielen Besuchern noch bevor. Nach den guten Erfahrungen in 2012 sind die Stadtwerke aber optimistisch, dass das Bad auch hohe Belastungen aushalten wird. Marx weist darauf hin, dass das Bad ohne Chlorung auskommt, das Wasser also durch rein mechanisch-biologische Prozesse gereinigt wird. Die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener hoher Badewasserqualität sei jederzeit sichergestellt und werde von den Stadtwerken in ständiger Kooperation mit dem Gesundheitsamt überwacht. Würden Grenzwerte erreicht, würde das Bad vorübergehend geschlossen, damit die Biologie Zeit zur Regeneration habe. Diesem Nachteil stehe aber ein ganz besonderer Vorteil gegenüber: Die Stadtwerke hätten zwischenzeitlich Rückmeldungen einer Vielzahl von Badegästen, die gechlortes Wasser schlecht vertragen und das Wasser des Naturbades als wunderbar weich, als Wohltat für die Haut, schildern. Fazit: Das Naturbad hat also eine eigene Fan-Gemeinde, die jetzt sehnlichst auf gutes Wetter wartet.
Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Frank Forster, dankte dem städtischen Beigeordneten Friedrich Marx und seinem Team für die interessante Unterweisung. Gleichzeitig äußerte er sich positiv darüber, dass die Eintrittspreise unverändert günstig sind. Dies ist sicherlich für viele Besucher ein Argument, nach dem Neubeginn den Weg ins Stadenbad wieder zu finden.