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Viele Interessen unter einen Hut gebracht

Aktuell

Auf Initiative des Fraktionsvorsitzenden Dr. Luthmann und begleitet vom Beigeordneten Fritz Marx besichtigte eine Delegation aus Mitgliedern der SPD-Stadtratsfraktion und des Stadtwerksausschusses das Regionalbad „Rheinwelle“ in Ingelheim.

Am Beispiel eines in jüngerer Zeit gebauten kommunalen Bades wollte man sich vor Ort über den Werdegang des Projektes von der Planung bis zur Fertigstellung als auch über den laufenden Betrieb informieren.
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Unter Führung des Bürgermeisters der Stadt Ingelheim Frank Claus und des Rheinwelle-Geschäftsführers Dirk Osterhoff konnte das Bad dann bei einem Rundgang eingehend besichtigt werden. Das Sport-, Freizeit- und Erlebnisbad verfügt über eine Gesamtwasserfläche von rund 1.800 qm. Diese ist unterteilt in einen Erlebnisbereich mit Eltern-Kind-Becken, Nichtschwimmerbecken mit Spielgeräten, Sprudelliegen, Whirlpool, Kleinkinderrutsche, Strömungskanal und einer 94 m langen Reifen-Rutschspirale. Integriert sind Liegezonen und eine Gastronomie mit in erster Linie Fastfood- Angeboten. Der Sportbadebereich verfügt über ein Lehrschwimmbecken sowie ein 25 m-Becken mit 6 Wettkampfbahnen.
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Räumlich abgetrennt findet man eine Saunalandschaft mit verschiedenen Saunaangeboten, mit Kneippbecken, einem 32° warmen Solebecken sowie einem Bio-Badeteich im Außenbereich. Ein konventionelles Außenbecken wird an diesem Standort nicht vorgehalten. Abgerundet wird das Ganze durch Wellness- und Gesundheitsangebote, die durch ortsansässige Fachkräfte aus den Bereichen Kosmetik, Wellness und Physiotherapie in Eigenregie erbracht werden.

Geschäftsführer Osterhoff und Bürgermeister Claus gingen in der anschließenden, sehr angeregten Diskussion sowohl auf die Historie des Bades als auch ihre Philosophie bei der Konzeption der Rheinwelle ein. Leitidee war es viele Interessen unter einen Hut zu bringen. So werden die Zielgruppen Schul- und Vereinssport genauso abgedeckt wie Familien mit Kindern sowie an Sauna und Wellness Interessierte.

Die SPD-Delegation erfuhr, dass die Rheinwelle von einer interkommunalen Betreibergesellschaft gebaut und kostendeckend in Eigenregie betrieben wird. 47 Arbeitsplätze wurden dabei geschaffen. Osterhoff machte als ausgewiesener Fachmann in Bäderfragen auch deutlich, dass reine Frei- oder Sport-Hallenbäder ohne attraktive Zusatzangebote heute nicht mehr kostendeckend betrieben werden könnten. „Die Besucher erwarten heute und in Zukunft noch mehr ein hohes Maß an Qualität und Service“, so Osterhoff. Entscheidend für den Erfolg sei auch eine optimale Verkehrserschließung durch Straßen, Radwege und ÖPNV.

Abschließend mussten die Gastgeber noch zahlreiche konkrete Fragen der mitgereisten SPD-Stadträte J. Mähringer, F.J. Gemmel, S. Redmer und A. Rhein zu Finanzierung, Planung, Bauausführung und Marketing beantworten und hatten dabei noch etliche gute Tipps parat. Bürgermeister Claus gab den Gästen zur Ermutigung mit auf den Weg, dass man in Ingelheim letztlich auch mehr als 6 Jahre für die vorbereitenden Planungen gebraucht habe.

Der Fraktionsvorsitzende Dr. Luthmann resümierte abschließend, dass man durch den Ortstermin sehr wertvolle Einblicke und Erkenntnisse gewonnen habe. Für ihn gebe es bezogen auf die Idar-Obersteiner Pläne derzeit aber noch mehr Fragen als Antworten.
Man wolle zu Hause in der Fraktion jetzt nochmals intensiv über die Dinge reden, um eine trag- und konsensfähige Konzeption zu erarbeiten, die ebenfalls möglichst viele Interessengruppen anspricht.