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Wolfgang Hey referierte über Verkehrserschließung des Hunsrück-Nahe Raumes

Aktuell

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Idar-Obersteiner SPD-Stadtverbandes in Regulshausen informierte Landrat a.D. Wolfgang Hey über den aktuellen Sachstand der Bemühungen um eine bessere Verkehrserschließung des Hunsrück-Nahe Raumes. Er ging dabei zum besseren Verständnis auch auf die lange Vorgeschichte dieses Bemühens ein, die schon in den 1970er Jahren begann und dazu führten, dass neben vielen realisierten Ausbaumaßnahmen schließlich 2003 die Ortsumgehungen(OU) Martinstein, Hochstetten und Oberbrombach in den so genannten vordringlichen Bedarf (VB) aufgenommen wurden. Es folgte leider keine Umsetzung, zumindest jedoch eine Planung für Hochstetten durch den Landesbaubetrieb Mobilität (LBM) in Bad Kreuznach.
Im Februar 2015 wurde die Viscon gegründet, ein Zusammenschluss der Serviceclubs der Oberen Nahe (Rotary, Lions, Kiwanis). Grund hierfür war der neue Bundesverkehrswegeplan (BVWP) in Verbindung mit der Landtagswahl RP in 2016 und der Bundestagswahl 2017, die wichtige Entscheidungen erwarten ließen. Die Serviceclubs betrieben nun eine außerordentliche, immense Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, das Thema wieder ins Bewusstsein zu rücken, und zwar in der Region und auch in der Landes- und Bundespolitik, dies in Partnerschaft mit den Abgeordneten und den kommunalen Spitzenvertretern.
Erster Erfolg: Im Juli 2015 wird OU Hochstetten im Sonderprogramm des Bundes aufgenommen, die Planungsmittel werden erhöht. Viscon setzt sich daraufhin zum Ziel, den Status vordringlicher Bedarf im neuen BVWP zu erhalten. Dies geschah mit unzähligen Briefen, Gesprächen und über 10.000 Unterschriften. Neben dem weiteren Ausbau der B 41 galt es auch, die Hunsrückspange voranzubringen. Im Weiteren folgt die Finanzierung des Grunderwerbs für die OU Rhaunen als Teil der Hunsrückspange im Landeshaushalt 2016 und für die B 41 die Zusage des LBM für vierte Fahrspuren in bestimmten Teilabschnitten.
Im März 2016 kam es dann zu einem  Rückschlag für die B 41 im Entwurf des BVWP 2030: OU Martinstein ist aus dem Rennen, für OU Oberbrombach ist weiterer Bedarf ohne Planungsrecht vorgesehen. Daraufhin entstehen wieder intensive Aktivitäten, um die Fehler im Entwurf aufzuzeigen, wobei die neue Landesregierung eine bessere Einstufung der B 41 unterstützt.
Nach dem Kabinettsbeschluss erfolgte dann ein geänderter Entwurf mit folgendem Ergebnis: Vierspuriger Lückenschluss Waldböckelheim/Steinhardt (VB), OU Martinstein und Oberbrombach im weiteren Bedarf mit Planungsrecht. Die Bewertung dieser Änderungen fallen unterschiedlich aus. Für Viscon ist es ein wichtiger Teilerfolg, der weiteren Druck verlangt. Nach Absprache mit LBM ist OU Martinstein zurzeit schon in Planung. Als Forderung besteht nun die Einbringung der OU Martinstein in VB in der Bundestagsberatung. Für die Hunsrückspange soll mit den Haushaltsmitteln 2017 der  Beginn der Baumaßnahmen für die OU Rhaunen gesichert werden.
 Wolfgang Hey setzt weiter auf eine überparteiliche Zusammenarbeit gemeinsam mit der Wirtschaft, den Abgeordneten und den Kommunalpolitikern des Raumes und meint: Wir werden für das, was wir noch erreichen wollen, einen langen Atem brauchen.