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Brief von Sonja Redmer an Herrn Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung

Aktuell

Wöchentliche Kolumne von Herrn Bernd Paetz
Hier: Ausgabe Rhein-Zeitung vom 16./17.1.2010

Sehr geehrter Herr Lindner,

die o.a. Kolumnen mit den bemüht-humoristischen Ausführungen von Herrn Paetz lese ich regelmäßig. Auffällig hierbei ist, dass insbesondere immer eine Partei ihr „Fett“ wegbekommt, nämlich die SPD. Nun will ich nicht leugnen, dass ich SPD-Mitglied bin und insofern sehr leidensfähig. Gerade in letzter Zeit, wo wir z.B. bei wöchentlichen Talk-Runden im Fernsehen so gut wie nicht mehr vorkommen oder bei vielen Zeitungen als, wie es ein Redakteur von Ihnen in einem Kommentar ausdrückte, „auf den Hund gekommen“ bezeichnet werden. Aber: Genau das ist der Grund, warum jemand wie Herr Gabriel nicht mehr zu den Lesern und Zuschauern durchdringen kann, weil er bzw. die SPD von etlichen Medien und deren Vertretern entweder regelrecht geschnitten oder mit einem negativen Image belegt werden.

Die Kolumne von Herrn Paetz hat aber jetzt die Krone aufgesetzt. Da haben wochenlang CDU/CSU/FDP Streit. Und wer wird in diesem Fall durch den Kakao gezogen ? Herr Gabriel bzw. die SPD. Und was denn nun ? Herr Paetz sollte sich entscheiden. Sagt Herr Gabriel nach seiner Meinung nach nichts, ist das einen ironischen Seitenhieb wert. Sagt er aber dann doch etwas, dann läuft die gleiche Nummer.

Zu den Kolumnen von Herrn Paetz möchte ich noch anmerken: Genügt es wirklich, dass ein Redakteur der Rhein-Zeitung sich eine Zitatensammlung zulegt und darum herum seine geistigen Ergüsse absondert ? Da wünsche ich mir für das Geld, was die Zeitung kostet, doch etwas mehr Niveau. Einige Redakteure sollten sich auch klar machen, dass sie auch vom Geld von Zeitung lesenden SPD-Anhängern bezahlt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Redmer