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Idar-Obersteiner Jusos besuchen Help Center

Aktuell

Zu einer Besichtigung der evangelischen Beratungsstelle für Suchtkranke
trafen sich die jungen Idar-Obersteiner Sozialdemokraten. Die Beratungseinrichtung
ist auch unter dem Namen „Help Center“ bekannt und liegt in der Tiefensteiner
Straße in Idar-Oberstein.

Der Soziologe Siegfried Weber führte die Jusos durch die
Einrichtung. Dabei stellte er das Help Center vor und erläuterte seine Aufgaben.
Die Einrichtung kümmert sich um die Beratung von Suchtkranken und berät sie,
um Wege zu finden, mit denen die Klienten aus ihrer Sucht herauskommen können.

Dabei kümmern sich die Sachbearbeiter um Süchte aller Art. Der Arbeitsbereich des
Help Center umfasst den Landkreis Birkenfeld und Teile des Rhein-Hunsrück Kreises.
Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos und die Suchtberater sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dies gilt auch gegenüber der Polizei, wo sämtliche Suchtberater ein Zeugenverweigerungsrecht haben, um ihre Klienten nicht zu belasten.

Juso Marco Veek bat darum, dass Weber Ausführung dazu machte, welche Personengruppen
das Angebot der Beratungsstelle nutzen. Dabei erklärte Weber, dass sein Arbeitsbereich
die Arbeit mit Aussiedlern umfasst. Er spreche gut russisch. Grundsätzlich ist es jedoch so,
dass alle Altersklassen und alle Bevölkerungsschichten das Angebot des Help Centers nutzen.

Auf die Frage von Juso Jan Wayand, welche augenblicklich die meist verbreiteste Droge sei,
erläuterte Weber, dass es zwar eine gefährliche Anzahl an Fällen von Menschen gibt,
die mit illegalen Drogen zu tun haben, jedoch sei das gefährlichste der Missbrauch
von legalen Drogen. Weber nannte hier in erster Linie den Alkohol. Es sei bedrohlich, dass vor allem immer mehr Jugendliche mit Alkoholmissbrauch registriert werden.

Juso Raphael Spreier bat um Darstellung, welche Bevölkerungsgruppen
mit Alkoholmissbrauch zu tun haben.
Es sei in allen Bevölkerungsschichten festzustellen, lautete die Antwort.
Dabei könne man dieses Problem nicht auf bestimmte Bevölkerungsgruppen beschränken, erklärte Siegfried Weber und lobte dabei die engagierte Arbeit der letzten Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing, die durch ihre Arbeit erst begonnen hat, ein bundesweites Problembewusstsein dafür zu schaffen, dass vor allem die legale Droge Alkohol immer mehr Jugendlichen schadet.

Juso Daniel Jerusalem wollte wissen, in wie fern es eine aktive Drogenszene gibt, die gut organisiert illegale Drogen in Idar-Oberstein verbreitet. Diese Frage beantwortete Siegfried Weber, in dem er erläuterte, dass eine illegale Drogenszene nicht in absoluten Zahlen festzustellen sei. Vielmehr kann man nur von Dunkelziffern sprechen. Allerdings betonte
er, dass das Help Center auch mit Hasch, Heroin und Amphetaminen zu tun hat. Diese illegalen Drogen werden auch in Idar-Oberstein konsumiert und weiter verbreitet.

Der Sprecher der Jusos, Marco Loch bedankte sich herzlich bei der evangelischen Beratungsstelle für die Einblicke in die ihre Arbeit. Die gewonnen Erkenntnisse werden
die Jusos auch in ihrer Arbeit in den kommunalen Ausschüssen verwenden können.