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Friedrich Marx referiert bei den Jusos über Trinkwasserversorgung von Idar-Oberstein

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Auf ihrer Sitzung am 22. Februar hatten die Idar-Obersteiner Jusos den Beigeordneten der Stadt Idar-Oberstein Friedrich Marx zu Gast.

Friedrich Marx
Der Dezernent der Stadtwerke stellte den Jusos dabei das geplante Konzept zur Sicherung einer soliden Trinkwasserversorgung vor.

Friedrich Marx erläuterte zunächst die Wasserversorgung der Stadt, so wie sie sich heute darstellt. Über die Steinbachtalsperre, den zentralen Baustein der Wasserversorgung der Stadt, werden neben der Stadt auch Teile des Kreises mit Wasser versorgt. Diese Talsperre muss in den nächsten Jahren saniert werden. Für die Dauer der Sanierung, also einen Zeitraum von 1,5 bis zwei Jahren, wird eine alternative Wasserversorgung benötigt, die eine Menge von ca. 720 m³/h bereitstellen kann.

Daher ist es nötig, Maßnahmen zu ergreifen, um auch zukünftig eine solide Trinkwasserversorgung sicher zu stellen.

Matthias Schorn, ein Chemiestudent, der seit letzten Sommer Mitglied der Jusos ist, fragte, ob es nicht möglich wäre, stillgelegte Brunnen im Hochwald wieder zu aktivieren. Friedrich Marx erklärte, dass die benötigte Wassermenge weder über vorhandene noch neu zu errichtende Brunnen zu erreichen sei.

Der Stadtwerkedezernent erläuterte, dass die Lösung des Problems darin bestehe, eine Verbindungsleitung zur Primstalsperre herzustellen. Es ließe sich so Rohwasser von dort beziehen und in der Wasseraufbereitungsanlage der Steinbachtalsperre zu Trinkwasser aufbereiten. Nachdem auf diese Art und Weise die Wasserversorgung gesichert sei, könnte die Steinbachtalsperre abgelassen und der Damm saniert werden.

Eine sinnvolle Lösung sei es, zukünftig die Wasserversorgung des Kreises als Gemeinschaftsaufgabe anzusehen. Es gebe daher Überlegungen, einen Wassergewinnungsverband zu gründen, dem neben der Stadt die Verbandsgemeinden Birkenfeld, Baumholder, Herrstein und Rhaunen angehören sollten. Dieser Wassergewinnungsverband würde dann aufbereitetes Trinkwasser an die einzelnen Kommunen liefern. Vorteil wäre, dass die mit der Wassergewinnung und -aufbereitung verbundenen Kosten unter allen Verbandsmitgliedern geteilt würden, auch die hohen Kosten zur Herstellung der Verbindungsleitung zur Primstalsperre.

Der Beigeordnete betonte, dass auf diese Weise die zukünftigen Wasserpreise für den Endverbraucher niedriger bleiben würden als bei einem Alleingang der Stadt.

Der Sprecher der Jusos Marco Loch bedankte sich bei Friedrich Marx. Auch die Jusos halten es für wichtig, dass Kommunen um bürgerfreundliche Lösungen von Problemen bemüht sind. Bürgerfreundlich bedeutet, dass der Endverbraucher mit möglichst geringen Gebührenerhöhungen belastet wird. Die Jusos sehen in einem Wassergewinnungsverband eine solche Lösung und befürworten daher seine Errichtung.