JuSos und Idarer SPD-Stadtbezirksgruppe beschäftigten sich mit Vandalismus und Jugendkriminalität in der Fußgängerzone
Frust und fehlende Perspektiven
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An einem Infostand am Maler Wild-Platz hatten die Idar-Obersteiner JuSos gemeinsam mit der SPD-Stadtbezirksgruppe kürzlich Idarer Bürger und Geschäftsleute aufgerufen, ihre Meinung zum Thema Jugendkriminalität, Vandalismus, Gewalt und Belästigungen speziell in der Fußgängerzone von Idar zu äußern. Hierzu konnte anonym auf einem vorbereiteten Fragebogen Stellung genommen werden.
Zwei Wochen später besuchten SPD-Mitglieder zudem Geschäfte in der Idarer Fußgängerzone, um weitere vorhandene Rückläufe einzusammeln und den direkten Dialog mit den Geschäftsleuten zu führen.
JuSo-Sprecher Marco Loch und der Idarer SPD-Stadtbezirksvorsitzende Willi Inboden legten jetzt eine Auswertung der Flugblattaktion in der Fußgängerzone vor. Die von allen Befragten am häufigsten genannte Forderung war die nach verstärkter Präsenz von Ordnungsamt und Polizei zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung.
Dazu der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Mähringer: "Es entstand der Eindruck, dass viele Bürger die Situation in Idar offenbar kennen. Viele möchten jedoch trotz Anonymität keine schriftliche Stellungnahme abgeben. Ebenso fehlt offenbar der Glaube an Änderungen bzw. Verbesserungen."
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Rainer Luthmann fühlt sich in seiner Meinung bestätigt, dass hinsichtlich der von Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommenen Probleme in der Idarer Fußgängerzone dringender Handlungsbedarf gegeben sei. Eine Lösung könne er sich nur in einem vernünftigen Gesamtkonzept vorstellen, welches aus präventiven Maßnahmen der Ordnungsbehörden auf der einen Seite und sozialen Förderprojekten auf der anderen Seite bestehe.
Auch die Jusos sehen das Ergebnis der Umfrage realistisch: Es gibt in Idar sicher keine Form organisierter Kriminalität. Dennoch stellen Vandalismus und Aggressivität bei übermäßigem Alkoholkonsum durch einige Jugendliche in der Fußgängerzone eine starke Belästigung für Anwohner und Geschäftsleute dar. Hintergrund hierfür seien zunehmende soziale Verwahrlosung, Frust und Perspektivlosigkeit.
Die ausgewerteten Ergebnisse wurden jetzt dem Dezernenten des Ordnungsamtes Friedrich Marx und der SPD-Stadtratsfraktion übergeben.
