Auf der vierten Mitgliederversammlung in diesem Jahr in Nahbollenbach am 30.9. sprach Fritz Rudolf Körper.
Investitionen für Gegenwart und Zukunft
Aktuell
„Gute Arbeitsmarktpolitik ist die beste Sozialpolitik.“ betonte der Bundestagsabgeordnete Fritz Rudolf Körper im Gasthaus „Zum Nahetal“ vor knapp 60 interessierten und kritischen Zuhörern. Die Arbeitslosenzahlen in der Region hätten sich erfreulich positiv entwickelt, auch für die unter 25Jährigen. Ein noch zu bearbeitendes Feld sieht er in der bundesweit zu hohen Zahl (400.00 - 500.000) der jungen Menschen ohne Schul- und Ausbildungsabschluss. Körpers Anliegen, ihnen aus dem Topf der Arbeitslosenversicherung eine zweite Chance einzuräumen, wurde in der Aussprache widersprochen: Viele Diskussionsteilnehmer sähen es lieber, wenn die – notwendige – zweite Chance aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert würde, um auch hohe Einkommen an dieser Aufgabe zu beteiligen.
„Jeder in Kinder investierte Euro ist eine lohnende Investition in die Zukunft“, so lautete die zweite zentrale Aussage Körpers. Die Ganztagsbetreuung in Schulen und Kindergärten müsse dringend weiter ausgebaut werden, um Frauen wie Männern die Berufstätigkeit zu ermöglichen und durch eine so verbesserte Infrastruktur am Ende auch – wie etwa in Frankreich – die Geburtenziffer wieder zu erhöhen.
Auch im Hinblick auf den bundesrepublikanischen Haushalt sind Kinder- und Enkelgenerationen ins Blickfeld gerückt: Man ist sich bewusst, dass es unfair wäre, sich auf ihre Kosten weiter zu verschulden.
Etliche Themen wurden außerdem angesprochen: das Wahlergebnis in Bayern und die zunehmende Zersplitterung der Parteien, wobei die SPD intensiv daran arbeiten müsse, Volkspartei zu bleiben. Über den mangelnden Wettbewerb auf dem Energiemarkt, die noch nicht beendete Finanz- und Bankenkrise.
Oberbürgermeister Bruno Zimmer hatte zuvor über aktuelle Themen in Idar-Oberstein berichtet, als Stichworte seien genannt: der Standort Hertie, die Rentabilität der Parkhäuser, die Diskussion um eine von einigen Geschäftsleuten geforderte Wiederöffnung der Idarer Fußgängerzone für den motorisierten Verkehr. Beifall erhielt Zimmer für seine unbürokratische und rasche Reaktion auf einen Leserbrief, der das schlechte Timing von Bauarbeiten am Alexanderplatz im Hinblick auf die ungehinderte Zufahrt zur Intergem bemängelte: Der Beginn der Bauarbeiten wird um eine Woche verschoben.
